Hat die Neuausrichtung der Welt begonnen?. Was bedeutet diese Zeitenwende? Die große Mega-Analyse von Human Invest zu allen aktuellen Sachverhalten

Der Westen hat Russland aufgrund seines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs in der Ukraine mit enormen Sanktionen belegt. Wie könnte Moskau längerfristig darauf reagieren? Eine engere Zusammenarbeit mit Peking scheint der plausibelste Ausweg zu sein, aber mit welchen Folgen für die Weltwirtschaft? Und welche Probleme aber auch Chancen ergeben sich daraus für die Bürger Europas? Das Analystenteam des Think Tank von Human Invest ist dieser Frage nachgegangen.

Die sehr umfangreichen Analysen zu den verschiedensten Sachverhalten haben bei unserer Muttergesellschaft Human Invest bereits seit vielen Jahren Tradition. Hierfür steht uns ein Expertenteam zur Verfügung, dass stets themenbezogen weitere externe Spezialisten hinzuzieht. Diese treffen sich inzwischen regelmässig online in einer internationalen Gesprächsrunde und stellen den sog. „Think Tank“ von Human Invest dar.

Neben unseren europäischen Spezialisten (Schweiz und Deutschland), sind es vor allem auch unsere ständigen Experten aus China und Russland die bei uns zu einem wesentlich runderen Meinungsbild beitragen. Viele haben in ihren Ländern exzellente Kontakte zu Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik und können uns so mit Informationen versorgen, die den „normalen“ Medien so nicht zur Verfügung stehen.

Als eine der größten Finanzinstitutionen für deutschsprachige Anleger in Asien mit aktuell mehr als 48.000 Kunden, ist es für Human Invest unumgänglich die Zukunft möglichst genau zu prognostizieren. Es gilt hierbei besonders Veränderungen der Weltwirtschaft, sowie globale Trends frühzeitig zu erkenen und auch ein stets wachsames Auge auf die Weltpolitik zu haben. Human Investor Leser wissen deshalb einfach mehr.

Wir erleben gerade erst bewusst die beginnende politische und wirtschaftliche Zeitenwende. Bedeutet dies nun die Neuausrichtung der Welt?

Russlands Krieg gegen die Ukraine und das darauffolgende Wirtschaftsembargo des Westens gegen Moskau sind der größte Umbruch in der Weltpolitik, und dies mindestens seit dem Ende des Kalten Krieges. Die Folge wird eine völlige Neuordnung der außenwirtschaftlichen Beziehungen und der Wirtschaftsmodelle vieler Länder sein. Dies bedeutet konkret, das Abgleiten Russlands und der USA (NATO Länder) in eine neue, langandauernde wirtschaftliche und politische Konfrontation mit starken militärstrategischen Bezügen.

Die Zeichen stehen auf Sturm

Nicht nur für Russland, sondern auch für den Westen ist dies sehr nachteilig, denn es schränkt die Möglichkeiten von Unternehmen zum Handel und der Expansion im Osten noch weiter ein. Dort liegen aber in naher Zukunft, neben Afrika, die noch verbliebenen Wachstumsmärkte der Welt. (Thema Eurasien und die neue Seidenstrasse). Beim teilweise „freiwilligen“ Verzicht auf eine ganze Wirtschaftsregion werden negative Auswirkungen auf die Gewinnsituation von Firmen, Konzernen, aber auch Banken deshalb nicht ausbleiben. Sehr zum Schaden besonders der europäischen Wirtschaft.

Doch verstärkt wird es jene Unternehmen treffen, die beabsichtigen Russland nun längerfristig komplett den Rücken zu kehren (siehe Artikel im Human Investor Blog). Das Problem liegt besonders darin, dass über die Jahre augebaute Geschäftsfelder und Partnerschaften an neue „Player“ nun einfach kampflos abgegeben werden. Eine Rückkehr mit gleichen Wachstumschancen wird kaum mehr möglich sein.

Besonders bei einer exportorientierten Nation wie Deutschland, mit bisher besonders guten Beziehungen zu Russland, erzeugt dies einen gesamtwirtschaftlichen Schaden. Die Human Invest Analysten sehen hierbei nicht nur das reine Handelsvolumen mit Russland (dies ist vergleichbar zu China und den USA eher gering), sondern vor allem den Zugang nach „Eurasien“ und den Erhalt günstiger Rohstoffquellen.

Politische und militärische Konflikte zusätzlich mit Handelskriegen (Sanktionen) zu erweitern, die erfahrungsgemäß noch schneller außer Kontrolle geraten als ein echter heisser Krieg, zeugt von wenig Weltsicht und Unkenntnis historischer Sachverhalte. Denken wir hierbei im konkreten Fall nur an einen möglichen Ausfall der Lieferung von Gas, Oel und Kohle, sowie anderen wichtigen Rohstoffen, von denen die Wirtschaft Europas (und ganz besonders Deutschland) momentan noch immer immens abhängig ist. Der gesamtwirtschaftliche Schaden wäre kaum vorstellbar. Umso dümmer wäre es, sich in diesen Bereichen ein eigenes Embargo aufzuerlegen.

Und hierbei geht es beileibe nicht nur um die dann ersatzweise Beschaffung von Rohstoffen aus anderen Quellen (dies ist teilweise nicht einmal so schwierig), sondern die benötigten Ressourcen sollten auch weiterhin gewohnt billig bleiben. Nur so wird weiterhin ein wirtschaftlicher Vorteil gegenüber anderen weltweiten Konkurrenten bei Produktion und Transport ermöglicht. Im Einkauf liegt der Gewinn, und in diesem Fall der volkswirtschaftliche Nutzen und bisherige Wohlstand der Bürger.

Politiker sollten deshalb zukünftig, lt. den Human Invest Analysten, auch ein wenig damit beginnen mehr wie Kaufleute denken. Embargos günstiger Einkaufsquellen, aus welchem Grund auch immer, tragen nämlich ganz sicher nicht zur Wahrung, oder gar Steigerung des Lebensstandards der ihnen anvertrauten Bevölkerung bei. Das Gegenteil ist der Fall.

Inflation

Als Anleger sollte man wissen, egal wie die Sache in der Ukraine ausgeht, auch der Westen geht aus dieser Konfrontation wirtschaftlich äußerst geschwächt hervor. Kriege sind unglaublich teuer und das dafür ausgegebene Geld wird grundsätzlich immer der eigenen Bevölkerung und Wirtschaft entzogen. Finanzierbar sind Kriege sowiso nur durch Schulden und einem Anwerfen der Gelddruck-Pressen. Dies war schon immer so, und zeigt sich im konkreten Fall auch bereits an einer drastischen Geldentwertung (Inflation).

Das Schlimme an der jetzigen Situation ist jedoch, dass bereits durch die vorhergegangene Corona Krise ein riesieger Schuldenberg angehäuft wurde. Statt diesen nun zu tilgen, werden weitere ungeheuere neue Schulden durch nicht „gedeckte“ Euros produziert, auch wenn dafür neue Namen erfunden werden (Sondervermögen). Kein normaler Mensch würde in diesem Kontext jemals sagen,: „Ich bin zwar über beide Ohren verschuldet, habe mir aber zusätzliches Sondervermögen bereitgestellt um ein Auto zu kaufen„.

So sieht Geld gegen Ende von Inflationszeiten aus. Diese historischen Geldscheine sollten uns stets eine Mahnung sei

Auch nach Beendigung des 1. Weltkriegs wurde versucht, die damals aufgelaufenen ungeheueren Schulden mit dem Druck immer neuen Geldes zu begleichen. Zuerst ganz langsam, dann immer zügelloser. Es mussten schließlich sogar neue Geldscheine dafür ausgegeben werden. Und zum Schluss bekam man für eine Million Mark nicht einmal mehr ein Abendessen. Alles bisher vorhandene Kapital der Bürger und Wirtschaft war damit absolut wertlos geworden. Und auch Unternehmensbeteiligungen (Aktien), verloren mangels echter Kapitaldeckung den Großteil ihres Wertes. Die nachfolgende dadurch ausgelöste Weltwirtschaftskrise war geboren.

Unbeschadet gingen nur kluge Menschen aus der damaligen Krise hervor, nämlich jene, die zuvor ihr Geld in einer sicheren Währung (z. B. Schweizer Franken) im Ausland angelegt hatten. Dies waren damals vor allem auch gut informierte jüdische Mitbürger, die durch ihre Auslandskontakte einfach mehr wussten. Deshalb besassen sie im nachfolgenden Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen (sog. Goldene zwanziger Jahre), durch ihr gerettetes Kapital einen großen wirtschaftlichen Startvorteil . Dies erzeugte jedoch viel Neid und Missgunst beim Rest der Bevölkerung. Es wurde damals von einer schändlichen Partei sogar die infame Lüge verbreitet, sie hätten sich am deutschen Volk bereichert. Wie das endete ist bekannt und eine ganz andere Geschichte. Wir sollten jedoch stets aus aus der Vergangenheit lernen.

Geschichte wiederholt sich, ist aber nie gleich

Nicht mehr das uneinige Europa entscheidet heutzutage über das Schicksal der Welt, und schon gar nicht das wirtschaftlich schwache Russland. Jedoch auch der Einfluss der total überschuldeten USA schwindet zusehens. Denn deren dummen Kriege und Interventionen der letzten Jahrzehnte, haben das einst wohlhabende Land inzwischen ruiniert, und große Teile seiner Bürger arm werden lassen. Dies führt inzwischen zu einer Spaltung der amerikanischen Bevölkerung in arm und reich, und verursacht deshalb bereits beträchtliche innere Spannungen, die dessen Gesellschaft zerreissen lassen.

Kein Land der Welt ist mehr verschuldet als die USA, sie überleben wirtschaftlich nur dadurch, dass deren Dollar momentan noch immer als Leit- und Handelswährung zwischen vielen Ländern der Welt genutzt wird. Aber von Zeit zu Zeit sind sie dennoch fast „pleite“, und damit zahlungsunfähig.

Das letzte Mal, relativ unbemerkt von der europäischen Öffentlichkeit im Dzember 2021. Selbst deren Staatsdiender warteten auf ihre Gehälter. Die Parlamentarier der USA müssen dann stets eine Anhebung der Schuldenobergrenze vornehmen. Denn es gibt nur noch eine einzige Lösung für die dortigen finanziellen Probleme, es werden immer weitere Schulden gemacht. Die Gelddruckmaschinen also verstärkt angeworfen. Siehe auch Artikel in der FAZ.

Die Geldentwertung (Inflation) der USA ist deshalb noch höher als die in Eurioa, und wird Mitte 2022 mehr als 8,5% betragen. Höher als in den 40 jahren zuvor. Deren größter Gläubiger ist dabei China. Wie lange kann das noch gutgehen?

Entscheidend für den weiteren Wohlstand und damit Frieden in der Welt ist deshalb vor allem die prosperierende Wirtschaftregion „Asien und Eurasien“, in der China den mit Abstand größten und mächtigsten Player darstellt. Nahezu alle internationalen Wirtschaftsexperten sind sich darin einig, dass deshalb China die USA in den nächsten Jahren als führende Wirtschaftsnation ablösen wird. So gilt das Augenmerk der Human Invest Analysten nicht nur den aktuellen Brennpunkten Ukraine und Russland, sondern vor allem dieser Weltregion.

Chinas Position zur Ukraine-Krise

Die chinesische Position zur Ukraine-Krise wurde in einem Telefongespräch zwischen dem chinesischen Außenminister Wang Yi und einigen seiner europäischen Kollegen in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht. Auch gegenüber dem US Präsidenten. Sie lässt sich kurz und bündig auf fünf Punkte zusammenfassen.

1. China hält es für notwendig, die Souveränität und territoriale Integrität aller Länder zu schützen und zu respektieren. Vor allem sollte sich kein Land in die inneren Angelegenheiten eines anderen einmischen.

2. China tritt für eine gemeinsame, nachhaltige und umfassende Sicherheit ein. Die Sicherheit einiger Länder kann nicht auf Kosten anderer Länder durch die Stärkung oder Erweiterung von Militärblöcken erhöht werden. Angesichts der fünf Erweiterungswellen der NATO müssen die legitimen Sicherheitsforderungen Russlands deshalb ernst genommen und angemessen bei Verhandlungen berücksichtigt werden.

3. China beobachtet die Situation in der Ukraine sehr genau, und was dort geschieht, ist nicht dass, was man gerne sehen würde. Die Parteien sollten Zurückhaltung üben, eine Eskalation vermeiden und eine humanitäre Krise und den Tod von Zivilisten verhindern. Nur dies führe zu einer globaleren und friedlicheren Welt, die durch den Handel mit allen Ländern und Regionen zu mehr Wohlstand und einem besseren Leben für alle Menschen führt.

4. China unterstützt deshalb alle diplomatischen Bemühungen, die zu einer friedlichen Lösung der Krise in der Ukraine führen. China begrüßt den direkten Dialog zwischen Russland und der Ukraine. Die ukrainische Frage besitzt nach Meinung Chinas einen komplexen historischen Kontext, der dabei nicht ausgeklammert werden kann. Die Ukraine sollte eine Brücke zwischen Ost und West sein, ein Ort des Handels, und nicht eine Konfrontationslinie zwischen den Großmächten. China unterstützt deshalb auch den EU-Russland-Dialog über europäische Sicherheit.

5. Der UN-Sicherheitsrat sollte eine konstruktive Rolle bei der Lösung der Krise in der Ukraine spielen und Maßnahmen vermeiden, die die Widersprüche verschärfen könnten. China bedauert daher die Tragödie, die sich momentan abspielt, und begrüßt alle Verhandlungen und Maßnahmen , die zum Frieden führen.

Dies ist in weiten Zügen die traditionelle chinesische Ausgangsposition für alle Konflikte und Krisen, an denen China nicht selbst beteiligt ist. Als friedliche Handelsnation geht deshalb China verständlicherweise auch mit keinem seiner Handelspartner (West wie Ost) hart ins Gericht. Schon gar nicht mit seinem neuen (wirtschafts) strategischen Parter Russland, der poteniell eine gesicherte, vor allem aber auch billige Rohstoffversorgung auf Jahrzehnte hinaus gewährleisten kann.

Deshalb vermeidet Peking auch jede scharfe Kritik an Russland, kritisiert jedoch sogar ein wenig den Westen für seine NATO-Erweiterungen. Diese hatte Russland stets als feindlich, China jedoch zumindest als „befremdlich“ empfunden. China bemängelt hierbei die mangelnde Emphatie des Westens, nicht im Vorfeld stärker auf die stets angemahnten russischen Sicherheitsbedenken eingegangen zu sein. So handeln nach deren Ansaicht vielleicht dumme Politiker, aber niemals kluge Kaufleute.

Auch der alte Mann der USA ist im Grunde ratlos

Eine „militärische Sonderaktion“ verwandelte sich in einen gnadenlosen Krieg

Auch chinesische Beamte bezeichneten das Vorgehen Russlands in der Ukraine zuerst nicht als „Krieg“. Geplant war ursprünglich, so kommunizierte es auch Russland an seinen neuen „Partner“, eine nahezu kontaktlose, relativ friedliche Übernahme. Ähnlich wie Jahre zuvor bei der Annektion der Krim, wo diese damals in 3 Tagen ohne nennenswerte Kampfhandlungen abgeschlossen wurde.

Geplant hatte Russland deshalb in die Ukraine ohne jede Gegenwehr einzumarschieren und die dort bestehende, angebliche Nazi Regierung abzusetzen. Also im Prinzip bis Kiew in einem langen Konvoi ungehindert „durchzufahren“, weshalb auch keine größere Logistik für Verpflegung und Kraftstoffe vorgesehen war. Selbst den daran beteiligten Soldaten wurde vermittelt, es handle sich quasi um so etwas, wie eine erweiterte Übung.

Die tragische Fehleinschätzung Russlands

Russlands militärische „Sonderaktion“ verursachte bisher, neben den immensen Kriegskosten aller daran (auch passiv) beteiligter Länder, exorbitant hohe Sachschäden. Aus chinesischer Sicht ist dies alles wenig profitabel. Zudem kostete es Zehntausenden von Menschen das Leben.

Doch die vorgefundene Realität war eine völlig andere, und erklärt das zu Anfang des „Krieges“ geradezu tölpelhafte und unkoordinierte Vorgehen der russischen Streitkräfte. Deren Wut über die ihnen zugefügten hohen Anfangsverluste, den Tod so vieler Kameraden durch die gnadenlos zuschlagenden Ukrainer, ist deshalb mehr als verständlich. Schließlich waren sie ja zu einer Befreiungsaktion für ihr ukrainisches Brudervolk aufgebrochen, um dieses von ihrem Nazi-Regime zu erlösen.

Bei den Menschen der russischen Streitkräfte erzeugte diese Wut augenscheinlich einen großen Hass, und damit nun eine fast grenzenlose Brutalität gegen das ukrainische Volk.

Sehr problematisch war hierbei, dass die ukrainische Regierung den Kampf und die Gegenwehr der eigenen Bevölkerung (sozusagen eine zivile Bürgerwehr) stets einplante und forcierte. Männer von 18-60 Jahren durften sich nicht zusammen mit ihren Familien in Sicherheit bringen, sondern mussten kämpfen. Unter Anstachelung von patriotischen Gefühlen, wurden sogar in Kiew zu Anfang des „Krieges“ mehr als 20.000 Waffen an ganz normale Zivilpersonen ausgegeben.

So verwischten sich leider in der Ukraine die Unterschiede zwischen regulären Soldaten und normalen Bürgern auf eklatante Weise. Menschen, die vielleicht einige Tage zuvor noch im Büro gearbeitet hatten, wurden nun zu fanatisierten und unbarmherzigen Widersachern. Sehr problematisch war dabei, dass diese „Bürgerwehren“ häufig besonders sichere zivile, und hierbei bevorzugt meist sehr schützenswerte Orte (Krankenhäuser, Schulen Kindergärten etc.), als ihre Operationsbasen nutzten.

So wurde dieser Krieg sehr unübersichtlich und befindet sich auch momentan noch im Würgegriff der totalen Desinformation und Propaganda. Von der Befreiung eines Brudervolks ist inzwischen jedoch auch bei den Russen keine Rede mehr. Geblieben ist nur Hass und Missgunst auf beiden Seiten. Massaker und schlimmste Verststösse gegen Kriegs- und Völkerrecht bleiben deshalb mit Sicherheit auch weiterhin keine Seltenheit.

Russlands Führung verlautbart nun sogar, dass in der Ukraine die Nazis augenscheinlich sogar die Mehrheit der Bevölkerung stellen. Zum weiteren Verständnis möchten die Human Invest Analysten deshalb im unterenTeil diesen Beitrags auch erklären, was nach russischer Definition „ein Nazi“ überhaupt ist. Denn mit den Nazis der Deutschen zu Zeiten des zweiten Weltkriegs haben diese kaum etwas gemein.

Was Russland und deren Führung glaubt, und welch entsetzliche Wendung dieser Krieg noch nehmen kann

Es gibt durchaus rechtsradikale Nazis in der Ukraine. Doch diese sind keinesfalls eine signifikante Gruppierung

Um eine Lage korrekt beurteilen zu können, muß man lt. den Human Invest Analysten vor allem die Beweggründe des Gegners kennen. Man muss wissen welches Meinungsbild ihn antreibt und welche Ideologie ihn zu seinem Handeln bewegt. Erst dann kann man nämlich die meist verquere Logik verstehen, und dann gezielt versuchen dessen Weltbild in Verhandlungen behutsam zu verändern.

Dies ist häufig die einzige Möglichkeit. Ein Erfolg auf militärischer Basis wird auch im vorliegenden Konflikt nämlich kaum mehr erreichbar sein. Ein Krieg mit einer momentan irrational fehlgeleiteten Atommacht, die in der Lage ist sowohl die USA wie auch Europa zeitgleich jederzeit komplett zu vernichten (auch um den Preis der eigenen Existenz), kann natürlich nur auf dem Verhandlungsweg gelöst werden.

Ein begrenzter russischer Atomschlag liegt durchaus im Bereich des Möglichen

Der Einsatzie von taktischen Kernwaffen ist beim irrationalen Russland nicht ausgeschlossen.

Besonders schlimm wäre es, wenn Russland in diesem konventionell geführten Krieg militärisch in die Enge getrieben, gezwungen wäre seine Macht auf dem Gebiet der Ukraine zu demonstrieren. Zum Beispiel durch die Vernichtung einer ukrainischen Stadt. Und dies sicher in Kombination mit der verbundenen Drohung, sollte danach irgendein Land Russland atomar angreifen, werden auch einge dessen Städte von ihm vernichtet werden.

Weder die USA, noch ein anderes atomar bewaffnetes Land in Europa, würde es riskieren dies zu tun. New York, Washington, Paris und London, sowie deren Bevölkerungen, sind einfach zu kostbar um sie wegen einer Vergeltungsaktion für ein paar Ukrainer in den sicheren Tod zu schicken. Schlussendlich sind zum Glück alle westlichen Regierungen immer noch dem Wohl ihrer eigenen Bevölkerung zuerst verpflichtet. Niemand würde deshalb für so etwas je die Verantwortung tragen.

Und rational betrachtet, würde die NATO im vorliegenden hypothetischen Fall deshalb ganz sicher nicht atomar „zurückschlagen“. Man stelle sich nur die langwierigen Verhandlungen und Konsultationen unter dem Druck der Bevölkerung vor, bis hierbei eine gemeinsame Linie gefunden würde. Und auch die Verplichtung, in diesem Konflikt niemals selbst Kriegspartei zu werden, bestünde ja ebenfalls nach wie vor. Ja selbst das „Gleichgewicht des Schreckens“ zur globalen Friedenssicherung zwischen den Großmächten wäre nicht einmal angetastet worden.

Alle wären sich wohl schnell darin einig, dass ein Atomkrieg, oder gar der 3. Weltkrieg deshalb nicht stattfinden wird. Darin wohl auch bestärkt von allen anderen internationalen Atommächten. Allen voran natürlich China, dass einen so großen Teil seiner Kunden auf gar keinen Fall verlieren möchte. Und auch Politiker haben Familie. Der Krieg in der Ukraine wäre jedoch dann, wie seinerzeit bei Hiroshima der 2. Weltkrieg, wohl beendet. Doch zu welchem Preis?

Die Human Invest Analysten sind deshalb zutiefst besorgt

Und dies ganz besonders wegen der Dummheit einiger westlicher Politiker und Generälen. Angebliche „Experten“ in meist vorgerücktem Alter, die noch die alte Anschauung des „Kalten Krieges“vertreten, alle Atomwaffen seien lediglich als Abschreckungsinstrumente zu betrachten. Doch dies gilt heutzutage eben nur noch bei Konflikten zwischen den Atommächten.

Dies wird leider momentan der breiteren Öffentlichkeit verschwiegen, wohl auch um die Menschen im staatlichem Auftrag einzulullen. In Wirklichkeit gibt es also durchaus einen realen Grund Angst zu haben. Und so sollte in der Bevölkerung duchaus darüber diskutiert werden, wie tief man in diesen für alle Seiten militärisch ungewinnbaren Krieg noch „einsteigen“ möchte. Zögerliche, abwägende Politiker und verantwortungsvolle Menschen die sich diese Frage noch stellen, sind also in Wirklichkeit ein großer Gewinn für die Gesellschaft.

Keine Atommacht wird zum Preis eigener großflächiger Zerstörungen und tausendfachem Tod der eigenen Bevölkerung, für ein fremdes Land (außerhalb des eigenen Schutzbündnisses) eintreten und den ersten Schritt zur atomaren Vergeltung tun. Im Westen höchstens nach sehr langenen Konsultationen wenn wirklich Nato Gebiet atomar angegriffen würde. Doch auch da sind sich die Human Invest Analysten nicht völlig sicher. Man kann deshalb klar davon ausgehen, „amerikanische Kinder sterben ganz sicher nicht für Ukrainer“. Vielleicht gewinnt das obige Bild eines nachdenkendlichen, ratlosen US Präsidenten deshalb durchaus an Bedeutung.

Doch was treibt Russland konkret an, welches Meinungsbild bestimmt dort das Handeln

Nach russischer Darstellung, unter Zugrundelegung einer völlig falschen Historie, sei die Ukraine gar kein eigenständiger Staat. Es handle sich lediglich um ein schon immer im russischen Einflussbereich befindliches Gebiet. Bei diesem sei es dem Westen jedoch gelungen, dessen Bevölkerung von Russland zu entfremden und eigene nationale Gedanken zu etablieren. Westliche Politiker hätten es schlußendlich sogar geschafft, eine stärkere Ausrichtung auf sog. westliche Werte zu erzeugen. Russland erinnert dabei an die nachweislich vom Westen unterstützten Maidan Proteste, wo einige westlich beeinflusste ukrainische Bürger diese Neuausrichtung forderten.

Genau diese Menschen sind jedoch lt. russischer Definition damals wie heute die ukrainischen Nazis (Nationalisten / Nationalsozialisten). Also der Teil der Bevölkerung, der fest an einen eigenständigen Nationalstaat Ukraine glaubt, und diesem einen falschen Patriotismus, ja sogar einen aus russischer Sicht sehr „ungesunden Nationalstolz“ entgegenbringt. Dieses Verhalten verursache angeblich auch die starke Unterdrückung und Benachteiligung der in der Ukraine lebenden russischen Minderheiten.

Braucht es Hilfe für die in der Ukraine lebenden Russen?

Unterdrückung und Schikanen verschlimmerten sich nach russischer Meinung jedoch besonders seit dem Zeitpunkt, wo ein vom Westen unterstütztes rauschgiftsüchtiges Nazi-Regime durch fingierte Wahlen die Kontrolle in der Ukraine übernommen hätte. Dies zeige sich auch darin, dass diese Nazis nun seit Jahren die Gebiete der russisch orientierten Minderheit (Donbass) terrorisiere und täglich dort miltärische Greultaten verübe.

Dies stosse natürlich auf den Widerstand der dort lebenden Memschen, und deshalb dauere ein dortiger bürgerkriegsähnlicher Zustand mit nachweislich Tausenden von Toten bereits seit vielen Jahren an. Zwar würde den russisch orientierten Bürgern durch Moskau geholfen werden, dies reiche aber leider nicht aus um dem dortigen ukrainischen Staatsterror zu entgehen. Um in dieser Region dauerhaften Frieden zu gewährleisten, wären nun weitere Schritte nötig.

Russland hat deshalb nun diese jahrelang umkämpften Gebiete des Donbass als eigenständige Länder anerkannt und deren Befreiung von ukrainischer Gewalt, sowie weiteren Schutz garantiert. Dafür müssten jedoch jedoch nach russischer Meinung auch alle anderen Nazis in der Ukraine ausgemerzt, und das Land vollständig „entnazifiziert“ werden. Dies auch zur Befreiung der „normalen“ Bevölkerung von diesem Übel und damit einem dauerhaften Friedenserhalt.

Wichtig sei auch die Zurückdrängung einer bereits seit Jahren permanenten Expansion der NATO. Dieses aggressive westliche Militärbündnis habe sich mit Hilfe der Nazis auch bereits die Ukraine einverleiben wollen. Und dies alles gelte es nun durch die bereits angelaufene sog. „Militärische Sonderaktion“ zu verhindern. Soweit die russische Darstellung.

China nimmt keinen Einfluss auf die Kriegsparteien

Trotz weit verbreiteter Spekulationen, dass China als einziger verbliebener wichtiger Handelspartner Russlands Druck auf Moskau ausüben könne, damit so schnell wie möglich ein Friedensabkommen unterzeichnet wird, gibt es keinen Hinweis darauf, dass Peking dies auch nur in Erwägung gezogen hat.

Die chinesische Position in der Krise ist die einer freundlichen Neutralität gegenüber Russland. Vertreter des Außenministeriums und der chinesischen Bankenaufsichtsbehörde haben wiederholt betont, dass sie die Beziehungen auch zu Russland inmitten der Krise uneingeschränkt aufrechterhalten wollen.

China steht in der Angelegenheit des Ukraine Krieges Russland in einer freundlichen Neutraliät gegenüber

China bleibt in der Sache neutral, besitzt jedoch auch ein klares Verständnis für das russische Handeln

China hat sich bei den Abstimmungen im UN-Sicherheitsrat zur Ukraine-Krise der Stimme enthalten. Es unterstützte jedoch auch die russischen Vetos nicht. Aber das hatte es auch während der Krim-Krise nicht getan. Die Erklärungen der USA über „Gespräche“ zur Ukraine und sogar die Bitte zur teilweisen Berücksichtigung der US-Sanktionen, sind deshalb lt. den Human Invest Analysten absolut realitätsfern.

Dies ist nicht das erste Mal, dass eine solche Situation auftritt. Im Jahr 2014 hatte US-Präsident Barack Obama, China davon zu überzeugen versucht, kein Abkommen mit Russland über den Bau der Pipeline „Power of Siberia“ zu schließen, das jedoch im Mai desselben Jahres unterzeichnet wurde.

Durch diese Pipeline wird sich Russland in knapp 2 Jahren (so wird es zumindest von China verlautbart), vom westlichen Kundendiktat unabhängig machen. Über diesen sehr wichtigen wirtschaftlichen Aspekt, der leider in den westlichen Medien anscheinend ein Tabuthema ist, werden wir in diesem Artikel, sowie in einem späteren Beitrag noch ausführlich berichten.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Wie in früheren Phasen der Ukraine-Krise müssen chinesische Unternehmen und Banken, die auf dem Weltmarkt tätig sind, die möglichen negativen Auswirkungen der Sanktionen der USA und der EU ebenfalls berücksichtigen. Wenn ihre westlichen Kunden und Russland dummerweise dadurch „schwächeln“, dass diese lieber in einem absolut nutzlosen Krieg ihr Geld, im wahrsten Sinne des Wortes, „völlig sinnlos verpulvern“, ergibt dies auch für China gewisse Mindereinnahmen. Dies ist friedliebenden Kaufleuten natürlich zutiefst zuwider.

Sanktionen erzeugen nur weltweiten Schaden. Es leiden auch die Menschen der völlig unbeteiligten Staaten

Unabhängig von der Haltung der chinesischen Regierung haben sich Sanktionen, gegen wen auch immer verhängt, ebenfalls immer in gewisser Weise auch negativ auf den chinesischen Handel ausgewirkt. Darüber hinaus wird sich die Schockwirkung der Unterbrechung der üblichen Zahlungsmechanismen, Produktionsketten und Handelsketten in den kommenden Monaten unweigerlich bemerkbar machen. Die Unternehmen werden jedoch sicher neue Wege finden um weiterhin ihre Geschäfte zu betreiben, und hierfür von China natürlich auch unterstützt werden.

In der Vergangenheit haben Russland und China bisher erhebliche Anstrengungen unternommen, um eine sichere Infrastruktur für den bilateralen Handel zu schaffen, und diese Bemühungen wurden bis vor kurzem fortgesetzt. Im Jahr 2020 betrug der Anteil des Rubels am bilateralen Handel sieben Prozent, der des Yuan 17 Prozent. Peking ist bestrebt, seine Währung zu internationalisieren, und sie kann inzwischen für Zahlungen auch nicht in China ansässiger Personen verwendet werden. Unsere Muttergesellschaft Human Invest wird deshalb in Zukunft auch Anlagekonten in der inflationssicheren Währung Yuan anbieten.

In Vorbereitung auf einen harten Konflikt mit dem Westen hat Russland den Anteil des Yuan an seinen Gold- und Devisenreserven drastisch erhöht. Schätzung von Experten zufolge besitzt die Bank von Russland allein chinesische Staatsanleihen im Wert von 140 Milliarden US-Dollar, die in Yuan lauten. Indirekt könnte dies auch darauf hindeuten, dass das derzeitige Volumen der Sanktionen schon seit langem erwartet wurde. Nach Meinung der Human Invest Analysten ist dieser Umstand, bezogen auf die Wirksamkeit der westlichen Sanktionen, unbedingt zu beachten.

Das noch leise Totenglöckchen für die Dominanz des US Dollar

Die Bedeutung des US Dollar als globale Handelswährung scheint mit den Sanktionen zu schwinden

Darüber hinaus handeln das chinesische Handelssystem CFETS und die Moskauer Börse seit 2010 mit dem Währungspaar Yuan-Rubel. Damit sind die Voraussetzungen dafür gegeben, dass der gesamte Handel zwischen den beiden Ländern auf nationale Währungen umgestellt wird, vor allem aber auf den Yuan aufgrund der Volatilität des Rubels.

Lt. Human Invest ist zu erwarten, dass der Anteil Chinas und der EU am russischen Handel Ende der 2020er Jahre in etwa gleich groß sein wird. Angesichts des EU-Embargos gegen russische Importe wird sich der Prozess der Umorientierung Russlands auf China jedoch stark beschleunigen. China könnte innerhalb der nächsten zwei oder drei Jahre sogar zum wichtigsten Handelspartner Russlands werden. Infolgedessen wäre der Handel Russlands mit seinem neuen wichtigsten Handelspartner auch vor jeglicher äußerer Einflussnahme geschützt.

Russisch – chinesischer Handel wird sehr stark zunehmen

Folglich ist in den nächsten Jahren mit einem starken Anstieg der chinesischen Exporte nach Russland und einem bescheideneren Anstieg der russischen Exporte (Ausnahme Rohstoffe) nach China zu rechnen. Im russisch-chinesischen Handel könnte es deshalb für einige Zeit zu einem erheblichen Ungleichgewicht zugunsten Pekings kommen.

In diesem Zusammenhang deutet die schon erwähnte frühzeitige Anhäufung enormer Yuan-Reserven darauf hin, dass sich die russischen Behörden auf etwas vorbereitet haben, das der derzeitigen Konfiguration der Wirtschaftssanktionen ähnelt.

Der Aufstieg Chinas zum alleinigen oder wichtigsten Abnehmer einiger russischer Produkte und der Handel in Yuan werden für die russischen Exporteure wahrscheinlich einige Preisverluste bedeuten. Unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen können sie jedoch kaum als kritisch angesehen werden. In dem Maße, wie sich die neue Logistik entwickelt, wird China mit Sicherheit zu einem Ersatz für den europäischen Markt werden.

Die Bedeutung der Neuausrichtung der Exporte nach China macht einen raschen Ausbau der entsprechenden Infrastruktur im Fernen Osten erforderlich. Wahrscheinlich wird sie mit chinesischen Investitionen und chinesischen Unternehmen realisiert werden, da es auf maximale Geschwindigkeit ankommt. Ein solcher Umbau könnte einen wichtigen Impuls für die Entwicklung vieler russischer Regionen werden, jedoch wird er auch das chinesische Wirtschaftswachstum immens begünstigen.

Rohstoffe aus Russland und deren zukünftige Bezahlung in Yuan

Unter großem Hochdruck entstehen Pipelines zwischen Russland und China

Es geht auch um einen beschleunigten Bau und den vorzeitigen Anschluss der Sojus-Wostok-Pipeline (eine Fortsetzung der bereits erwähnten neuen Power of Siberia 2) nach China, für die dieselbe Rohstoffbasis die auch für die Pipelines nach Europa verwendet wird.

China hat ein ungeheueres Interesse daran, russische Rohstoffexporte zu sich umzuleiten und gleichzeitig in Yuan bezahlen zu lassen. In diesem Fall profitierte Peking nicht nur von zahlreichen politischen und strategischen, sondern auch von enormen wirtschaftlichen Vorteilen. Mittels Pipeline transportierte Energieträger sind konkurrenzlos billig , dies zeigt sich besonders beim Gas. Im Gegensatz zum teueren und aufwendigen LNG Verfahren des Westens ist dieses um bis zu 90% günstiger.

Zudem würde Chinas eigener Schutz vor Sanktionen und Blockadeversuchen mit der neuen Rohstoffbasis drastisch wachsen. Die Kosten für erworbene Ressourcen würden sinken und die damit produzierten Güter auf dem Weltmarkt noch konkurrenzfähiger werden. Auch die Rolle des Yuan im Welthandel würde dadurch dramatisch ansteigen (die Internationalisierung des Yuan ist nämlich ein wichtiger Bereich der chinesischen Politik).

Sanktionen gegen Russland verlieren bald an Kraft

Das Russland wohl weiterhin genügend Abnehmer für seine billigen Rohstoffe finden wird, liegt lt. den Human Invest Analysten auf der Hand. Russland ist und bleibt dadurch auch weiterhin ein poteniell reiches und zahlungskräftiges Land. Sein Vermögen liegt quasi unangreifbar unter der Erde.

Eine sehr positive Entwicklung für Russland wird deshalb auch die wachsende Zahl chinesischer Unternehmen sein, die nun nach Russland expandieren. Sei es um das Potenial guter vom Westen ausgebildeter Arbeitskräfte zu nutzen, abgegebene westliche Industriestätten in Besitz zu nehmen (Transfer von Know How), oder bei Dienstleistung und Handel ganze Filialketten zu übernehmen. Oder auch nur um die dortigen Bodenschätze auszubeuten.

Besonders aber in den Bereichen Maschinenbau, Automobilindustrie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehrswesen, sowie der Nahrungsmittelindustrie wird China bald besonders stark vertreten sein. Vor allem aber kann Russland dadurch die im Bereich der Konsumgüter vom Westen hinterlassenen Lücken sehr schnell wieder schließen. In allem Bereichen wo Sanktionen verschiedenster Art verhängt wurden, werden diese wohl durch das Engagement Chinas deshalb bald schon nicht mehr greifen.

Die Eskalation des US-Sanktionsdrucks erfolgte bereits im Jahr 2020, und es ist zu erwarten, dass der Druck im weiteren verlauf des Ukraine Krieges sogar noch weiter zunehmen wird. Chinesische Unternehmen müssen jedoch die Konsequenzen einer Zusammenarbeit mit Russland aufgrund der ungeheuer wirtschaftlichen Stärke ihres Landes (baldige Ablösung der USA als weltweit wirtschaftsstärkste Nation), nicht fürchten.

Vielmehr sollte der Westen darauf achten, durch diesen neuen nun entstandenen Wirtschaftsraum mit seinen vielen noch ungesättigten Konsumenten, nicht abgehängt zu werden. Zwar sind diese momentan noch relativ arm, dass sich dieses aber durch chinesische Einflussnahme in Russland sehr schnell änern kann, zeigt der Aufstieg Chinas in den letzten 25 jahren. Auch das Schicksal der heutigen russischen Regierung und Oligarchen wird dann wohl besiegelt sein.

China liefert weiterhin High Tech nach Russland

Der chinesische Konzern Midea, zu dem auch der ehemals deutsche Roboterbauer Kuka gehört, ist weltweit führend beim Know How in der Industrie-Robotik. Im Berich der russischen Industrie wird hier noch ein sehr großes Potenial gesehen

Chinesische Partner sind in der Lage, in vielen wichtigen Segmenten des russischen Marktes Positionen zu besetzen, die früher ausschließlich von europäischen und US-amerikanischen Unternehmen gehalten wurden. In fast allen Bereichen ist China durchaus in der Lage, westliche Anbieter zu ersetzen, häufig aber inzwischen sogar zu übertreffen. Denken wir hierbei an künstliche Intelligenz, Robotik, Industrie 4.0, Telekomminikation, Schienenverkehr, und im Rahmen des Klimawandels an die grünen Solar- und Batterietechnologien.

Ein wichtiger Bereich, in dem die Chinesen den Russen jedoch noch nicht vollständig von Nutzen sein können, ist die zivile Luftfahrtindustrie. China ist hierbei noch genauso abhängig von importiertem Know How wie Russland. So sind Russlands und Pekings moderne eigene Zivilflugzeugprogramme (ARJ21, C919) immer noch in Teilen an westliche Lizenzen gebunden. Doch gilt das auch für deren Binnenmärkte?

Die chinesische Eigenentwicklung Comac C919 ähnelt verblüffend dem Airbus A320. Sie soll das erste Modell der Angebotspalette verschiedenster Maschinen der neuen chinesischen zivilen Luftfahrtindustrie werden. Boeing schätzt allein den Bedarfs dieses ersten kleinen Typs für den chinesisch – russischen Regionalmarkt bis 2035 auf 16.000 Einheiten.

Die Missachtung, bzw. Umgehung von Patenten (wie bei vielen anderen Erzeugnissen bereits geschehen), ist jedoch bei einem internationalisierten Produkt wie einem Zivilflugzeug unmöglich. Es würde sonst weltweit keine Zulassung erhalten. So baut China inzwischen sogar in Lizenz am Airbus A320 mit, darf aber dessen Technologie nicht 1:1 in eigene Produkte integrieren.

Die Verstärkung der Zusammenarbeit zur Ersetzung westlicher Zivilflugzeuge ist für China wie auch Russland deshalb ein längst überfälliges Thema. Hier gilt es für den Westen sehr aufzupassen, denn es wird ihnen wohl mittelfristig natürlich gelingen. Um sich diesen riesigen Markt deshalb langfristig wenigstens in Teilen weiter zu erhalten (Verkäufe, Ersatzteile, Service), wäre es lt. den Human Invest Analysten deshalb durchaus sinnvoll, diesen Bereich schnellstmöglich wieder aus den Sanktionen auszuklammern.

Aussichten für die politischen Beziehungen

Um die wirtschaftliche Abhängigkeit von China zu verringern, wird Russland nach Ansicht der Human Invest Analysten die wenigen ihm zur Verfügung stehenden Instrumente zur Diversifizierung des Außenhandels nutzen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass Russland angesichts der wirtschaftlichen Blockade durch den Westen keine andere Wahl haben wird, als auch die die politische und militärische Zusammenarbeit mit Peking zunehmend auszubauen.

Die Bedeutung des technologischen, militärischen Potenzials Russlands für China, im Kontext der Konfrontation mit den Vereinigten Staaten, wird es Moskau jedoch vielleicht ermöglichen, eine eindeutig untergeordnete Position in dieser Partnerschaft vorerst noch zu vermeiden. China sieht momentan offiziell, so zeigen es seine Medien, Russland weiterhin als seinen großen Bruder an. Dieser wird deshalb immer auf die Hilfe der kleinen aber klugen, inzwischen aber auch starken Schwester zählen können.

Bereits im Jahr 2017 fand von Russland und China ein grosses gemeinsames Seemanöver im Mittelmehr statt.

Der Ton wird jedoch von China vorgegeben. Das eigentliche politische Ziel Russlands wird wohl nun darin bestehen, die Möglichkeit der Wiederherstellung der russischen „strategischen Autonomie“ mit einer möglichen längerfristigen Lockerung der Blockade zu erhalten.

In der Vergangenheit war Moskau nicht in die Streitigkeiten zwischen den asiatischen Mächten verwickelt, und seine Politik in Asien war absolut unabhängig von der Chinas. Einzige Ausnahme, eine allgemeine gemeinsame Eindämmung der Vereinigten Staaten. Es liegt nun an Russland, seine Beziehungen zu unabhängigen Akteuren, insbesondere Indien zu schützen.

Im Zuge der aktiveren Förderung seiner globalen Initiativen für eine neue gerechtere Welt-und Handelsordnung, könnte China daran interessiert sein, proaktive Unterstützung von wichtigen Ländern zu erhalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es diese Unterstützung von Russland auf Gegenseitigkeit auf jeden Fall erhalten wird. Dieser Trend zeigt sich bereits in der gemeinsamen Erklärung Russlands und Chinas nach dem Besuch von Wladimir Putin in China am 4. Februar 2022.

Es ist lt. den Human Invest Analysten jedoch unwahrscheinlich, dass China im Gegenzug in der Lage sein wird, den Schock der ersten Monate des Embargos gegen Russland vollständig zu mildern – hier wird vieles nach Kriegsende von einer guten russischen Wirtschafts- und Handelspolitik abhängen. Langfristig wird lt. den Human Invest Analysten jedoch die enge Partnerschaft mit China, zusammen mit einer neuen von China stark beeinflussten russiscen Industriepolitik, jedoch die Grundlage für ein neues Modell der russischen Wirtschaftsentwicklung bilden. Man spricht hier bereits vom „Drachenbären“, einem sehr starken hybriden Wesen aus chinesischem Drachen und dem russischen Bär. Und in mancher Hinsicht ist diese Mischung für Russland wohl eine gesündere Basis als die bisherige Partnerschaft mit der EU.

Asien als Ziel westlichen Kapitals

Vor allem die Geldanlagen bei Finanzdienstleistern mit Festgeldkonten wie Human Invest bieten seit vielen Jahren hohe Renditen

China, sowie die eng damit verknüpfte ASEAN Staatengemeinschaft, ist für die Eliten des Westens schon lange auch ein attraktives Ziel für Kapitalanlagen. So konnten kluge Anleger bis heute an der dortigen unglaublichen Wirtschaftsentwicklung der letzten 25 Jahre ebenfalls teilhaben. In ähnlicher Weise profitierte die deutsche Industrie (z. B. der Automobilbau), so dass sehr viele Unternehmen heutzutage im Handel mit China sogar ihren Hauptumsatz erzielen.

Zwarwird dieser Trend durch den dummen russischen Angriffskrieg, sowie vereinzelte neue Coronaausbrüche (Lockdowns) in China momentan etwas abgeschwächt, dass Wirtschaftswachstum im „Reich der Mitte“ wird jedoch das des Westens auch 2022 deutlich übertreffen.

Und dies, ohne die durch den Krieg entstandenen Kosten zusätzlich belastet zu werden. Kosten, die in vielen Ländern des Westens momentan nur mit vielen zusätzlichen Schulden gestemmt werden können. Sehr zum Nachteil deren Währungen (Euro -Dollar), die dadurch bereits mit einem stetigen Wertverlust (Inflation) zu kämpfen haben. Dies führt zu einer wachsenden Belastung deren Volkswirtschaften und dadurch auch zu einem Wohlstandsverlust ihrer Bürger. Die Human Invest Analysten benennen hier vor allem die immensen Kosten für die an die Ukraine gewährte Wirtschafts- und Millitärhilfe, sowie den nun weit höhren Bezugspreis für Rohstoffe (Energie). Auch die durch die Flüchtlingsströme entstandenen Ausgaben werden nicht unerheblich sein.

Hohes Wirtschaftswachstum, sowie eine nicht durch Schulden belastete Volkswirtschaft bedeutet Gewinne für jeden Anleger

Viele westliche Anleger profitieren seit vielen Jahren vom starken Wirtschaftswachstums Chinas, sowie der anderen aufstrebenden Ländern der „eurasischen“ Region

So sind die besten Gründe für eine sichere Geldanlage in Asien die weit höheren Renditen, vor allem aber auch um damit die wachsende Geldentwertung im Westen auszugleichen (Inflationsschutz). Und somit auch den Auswirkungen des Zinsbetrugs der Regierungen und der Europäischen Zentralbank mit ihrer Nullzins Politik zu entgehen (siehe Beitrag).

Viele wollen sich jedoch auch vor den vorhandenen und kommenden finanziellen Repressalien der EU schützen, die vor allem Kapitalanleger und ehrliche Sparer treffen werden. Ziel aller Regierungen in Europa wird es nämlich sein, deren ungeheuere Verschuldung auf Kosten ihrer Bürger durch Geldentwertung, jedoch auch durch immer höheren Steuern und Abgaben zu begleichen. Vorgeschoben wird hierbei auch sehr oft die Klimakrise und diverse CO2 Abgaben.

Und damit sich deren Bürger dem nicht entgegensetzen können, wurde schon lange das Bankgeheimnis in Europa restlos abgeschafft. Auch in der früher so sichern Schweiz, deren Banken sich noch lange gegen das Diktat aus Brüssel und Washington wehrten. So gibt es inzwischen im Westen beim Finanzwesen und allen sonstigen Anlageformen auch keine Anonymität und Persönlichkeitsschutz, wodurch auch eine Sicherheit vor Pfändungen oder anderen juristischen und staatlichen Eingriffen nicht mehr gewährleistet ist. Lesen sie hierzu auch den Artikel „Diskretion“ unserer Muttergesellschaft Human Invest, die diese Probleme für Tausende ihrer Kunden nachhaltig löste.

Verlagerung von Handelströmen

Wie bereits geschrieben, wird lt. den Human Invest Analysten China die EU wohl als den wichtigsten Handelspartner Russlands zeitnah ablösen. Es wird sich bis dahin auch als die stärkste Wirtschaftsnation der Welt etabliert haben. Und dies führt dann zwangsläufig zu einer noch stärkeren Verlagerung der Handelsströme nach Osten. Wir sollten dabei nicht vergessen, Europa und Deutschland sind inzwischen auch auf dem Landweg mit China verbunden. Schon heute gibt es eine Schienenverbindung auf der viele Züge direkt von China nicht nur ins deutsche Ruhrgebiet, sondern sogar bis Wilhelmshafen durchfahren. (siehe unseren Beitrag).

Trassen (Schiene und Autobahn) der „Neuen Seidenstrasse“ die China mit den Ländern Europas inzwischen auch auf dem Landweg verbindet, und deren Infrastruktur permanent ausgebaut wird.

Diese Verlagerungen könnten sogar zu einem Faktor für die Entwicklung Sibiriens und des Fernen Ostens werden. Und dies bis zu dem Punkt, dass ein Teil der Bevölkerung aus dem europäischen Teil Russlands in diese neuen prosperierenden Gebiete umsiedelt. Besonders entlang der neuen Seidenstrasse (Autobahnen und neue Schienentrassen) wird sich sehr viel verändern. Historisches Vorbild ist hierfür durchaus die USA, die ihr Land auch erst durch eine Eisenbahnverbindung von Ost nach West vollständig erschliessen konnte.

Durch wirtschaftlichde Projekte, ist auch starker Zuzug aus China nicht ausgeschlossen. Besonders Sibirien wird auch in den kommenden Jahren durch die steigenden Temperaturen des Klimawandels profitieren. Nicht nur dass die Lebensqualität sich verbessert, auch große Teile des sog. Permafrost Bodens werden wohl in den nächsten Jahrzehnten auftauen, und damit als wertvolles Nutzland zur Verfügung stehen. Dieser Umstand wurde auch schon in der umfassenden Human Invest Anlyse zum Klimawandel aus dem Jahr 2019 veröffentlicht.

Russlands Position ist besser als viele heute denken

Mit einer rationalen Politik kann Russland lt. den Human Invest Analysten deshalb aus dem westlichen Embargo sogar langfristig deutlich gestärkt hervorgehen, mit einer steigenden Industriealsierung, diversifizierteren Außenhandel, sowie einer besser entwickelten Exportinfrastruktur.

Europa tut laut den Human Invest Analysten gut daran, seinen Kontakt zu diesem „Eurasischen Block“ nicht zu verlieren. Die Aufgabe sollte zukünftig sein, ein fairer und toleranter Mittler zwischen den Anschauungen (Ideologien) und damit den Lebenswelten der verschiedenen Länder zu werden. Es macht auf Dauer keinen Sinn, sich auf Biegen und Brechen an ein bereits im Abstieg befindliches Imperium zu klammern und dessen Anschauungen zu übernehmen.

Die neuen weltweiten Wirtschaftsbündnisse

Die Welt verändert sich momentan in geradezu rassanter Weise. Zu betrachten ist deshalb auch die riesige Atommacht Indien, die schon bald das bevölkerungsreichte Land der Erde sein wird. Indien gibt sich offiziell neutral, seine Rüstungsgüter kauft es aber fast ausschliesslich in Russland.

Indien ist jedoch auch Mitglied in der von China geführten Wirtschaftsgemeinschaft „Shanghai Cooperation Organisation“ (SCO), der auch dessen bisheriger Rivale, die Atommacht Pakistan sowie Russland angehört. Auch der Iran bemüht sich inzwischen um eine Mitgliedschaft. China ist bestrebt bei allen seinen Mitgliedern für Frieden und partnerschaftlichen Ausgleich zu sorgen, dies um damit vor allem den gemeinsammen Handel zu fördern. Konflikte, besonders der militärischer Art, sind lt. China zu Ende gedacht, nämlich immer schlecht fürs Geschäft.

Zu benennen ist auch unbedingt die RCEP. Seit 1. Januar 2022 gibt es mit der „Regional Comprehensive Economic Partnership“ das von China initiierte größte Freihandelsabkommen der Welt. Dieses besteht aus 15 teilnehmenden, unabhängigen, indopazifische Nationen, die zusammen für etwa ein Drittel der Weltbevölkerung und des weltweiten BIP stehen.

Indien ist momentan nur sog. „beobachtendes“ Mitglied, hat aber seine Vollmitgliedschaft wegen der der starken wirtschaftlichen Vorteile bereits beantragt. Schließlich gibt es zwischen den Mitgliedsstaaten keine Zollschranken.

Mögen sich viele Ländern aus ideologischen oder militärstrateigschen Befindlichkeiten bisher teilweise politisch mehr westlich orientieren, so sind sie jedoch rein wirtschaftlich bereits sehr stark mit China verbunden. Denken wir hier nur an Australien und Japan. Letzteres braucht China als Absatzmarkt für seine dominierende Autmobilindustrie. Seltsam, oder gar Absicht, dass darüber in den westlichen Medien so wenig berichtet wurde. Siehe jedoch Artikel in Wiikipedia.

Weiterhin ist auch das neue 25 Jahre laufende Iran-China Abkommen von 2021 durchaus wichtig, denn der Iran war durch die Sanktionen des Westens jahrelang in seiner Wirtschaftsentwicklung stark beeinträchtigt. Der Handel und die Versorgung mit allen Wirtschaftsgütern durch China, hat diese Sanktionen nun zum „zahnlosen Tiger“ werden lassen. Durchaus ein Modell das China nach Beendigung des Ukraine Krieges wohl auch auf Russland anwenden wird.

Dies alles sind Dinge die Europa im Fokus behalten sollte, leider findet man in den westlichen Medien sehr wenig bis gar nichts darüber. Wie kann das sein, welche Absicht steckt dahinter? Human Investor hat jedoch über diese Wirtschaftsvereinigungen bereits im Januar 2022 in seiner Jahresprognose berichtet. Dort findet man auch Links mit weiterführenden Informationen.

Fazit der Human Invest Analysten, mit ihrer teilweise erschreckenden, jedoch sehr globalisierenden Betrachtungsweise über die zukünftige Neuausrichtung der Welt.

Die vielbeschriebene Zeitenwende kommt nicht erst, sondern hat breits seit langem schleichend begonnen. Viele neue kommende Realitäten werfen dabei schon heute ihre Schatten voraus. Der sog. „Wandel durch Handel“ ist dabei bereits in vollem Gange. Allerdings ganz anders, als es sich viele im Westen bei der Einführung dieses Schlagworts damals vorstellten. Dies alles ist aber nicht der lange vorausgesagte sog. „Big Reset“ einiger Phantasten oder Untergangspropheten, sondern wohl der Weg in eine komplett andere, aber in sich wohl bessere, da für normale Bürger friedvollere Zukunft.

Militärische Macht rückt inzwischen immer mehr in den Hintergrund. Man sollte sich deshalb durch die gerade im Fokus stehenden aktuellen Ereignisse in der Ukraine nicht täuschen lassen. Dies ist nur eine Zwischenepisode, in der rivalisierende Mächte eine Art von Stellvertreterkrieg um die Gebiete und Einflussbereiche der eigenen Ideologie ausfechten. Leider mit unglaublicher Brutalität auf beiden Seiten.

Die Zeit der grossen konventionellen Kriege ist jedoch eigentlich vorbei. Der Ukraine Krieg hat hierbei ebenfalls deutlich gezeigt, auch scheinbar schwache Länder können sich heutzutage durchaus verteidigen. Selbst für die Großmächte sind diese Art von Kriegen deshalb eigentlich nicht mehr „richtig“ gewinnbar. Dies vor allem, wenn sich die Bevölkerung des jeweiligen Landes dem Angreifer entgegenstellt, oder Unterstützer findet. Dies zeigt nicht nur die Ukraine, sondern sogar noch deutlicher Afghanistan. Wie die Human Invest Analysten erfahren konnten, haben auch in China Politiker aus diesen Sachverhalten durchaus viele Schlüsse gezogen (wohl in Bezug zu Taiwan).

Eine kluge Wirtschaftspolitik bestimmt heute die Macht und Einflusssphäre eines Landes, und nicht mehr militärisches Säbelrasseln.

Denn Länder, die heute noch dumm genug sind plumpe Angriffskriege zu führen, bzw. militärische Interventionen (aus welchem Grund auch immer) zu starten, machen sich dadurch nur noch selbst schwächer. Deren eigene Volkswirtschaften und Bürger haben durch die hohen wirtschaftlichen Folgeschäden und militärischen Kosten dann sehr zu leiden.

Dies ist vor allem bei den Ländern zu beobachten, deren Macht bisher sehr stark auf militärischer Stärke beruhte, und die sich dadurch für die benötigte Rüstung jedes Jahr höher verschuldeten. Schauen wir hierbei nur, was aus der einst reichen und stolzen USA geworden ist. Ob sie jemals wieder „great again“ sein wird? Und Russland wird wohl durch die Dummheit in der Ukraine, möglicherweise ein noch viel schlimmeres Schicksal erleiden.

So werden die einstigen Großmächte immer mehr zur leichten Beute von wirtschaftlich stärkeren und wendigeren Strukturen. Diese beginnen dann damit die plumpen staatlichen „Dinosaurier“ durch Aufkäufe deren Wirtschaft, und der damit verbundenen Inbesitznahme von Technologien, Bodenschätzen, sowie allen sonstigen Erungenschaften von innen heraus aushöhlen. Wobei dies, so seltsam das klingt, für die dort lebende Bevölkerung wirtschaftlich gesehen nicht unbedingt schlecht sein muss.

Das weitere Schicksal Russlands, mit seinem ideologisch verbrämten und dummen Präsidenten, ist deshalb heute eigentlich schon vorgezeichnet. Das harmlos wirkende partnerschaftliche Raubtier das es „fressen“ wird, steht schon bereit.

Der Westen sollte deshalb aufpassen, sich nicht allzu sehr in diesen kostspieligen militärischen, jedoch vor allem wirtschaftlich äußert schädlichen ukrainischen Unsinn hineinziehen zu lassen. Dies vor allem, um dabei am Ende nicht selbst geschwächt dazustehen, und somit ebenfalls zum Opfer zu werden.

Jeder „ernstzunehmende“ Angreifer wird nämlich zukünftig rein wirtschaftlich agieren, aber dennoch nicht minder agressiv und gefährlich sein. Er braucht für seine Ziele auch keine Panzer und Raketen, denn jede seiner Übernahmen wird leise und sehr schleichend erfolgen. Der wirtschaftliche Aggressor kann dabei ein Land oder Bündnis sein, jedoch auch eine rein wirtschaftliche, vielleicht sogar zukünftige virtuelle Struktur, die zu einem mächtigen durchaus staatenähnlichen Konglomerat mutiert ist.

Ein erstes Anzeichen hierfür ist möglicherweise das „Metaverse“, in das viele Tec Konzerne, von der Öffentlichkeit noch völlig unbeachtet, heute bereits Milliarden investieren. Es ist deshalb nicht als Phantasterei abzutun, besonders weil auch China inzwischen sein Aufenmerk darauf gelegt hat. Auch das Internet bezeichneten viele zu seiner Gründungszeit als Hirngesinst. Siehe auch den Bericht über das Metaverse im Handelsblatt.

Der „Wandel durch Handel“ kommt auch heute schon auf eine völlig andere Weise, als es sich viele vor Jahren auch nur vorstellen konnten

Diese Art des neuen „Kampfes“ hat China verinnerlicht. Das Land hat schon lange damit begonnen viele Länder (im Prinzip vor allem deren Wirtschaft) quasi zu assimilieren, also mit seinen eigenen Unternehmen und Konzernen zu verschmelzen. Sich das in seinen Augen „Wichtigste“ somit einzuverleiben. Ob deren verbliebene äußere Hülle dann USA, Europa oder Russland heisst, und sich auf deren sichtbarer Oberfläche noch Ablagerungen von alten Ideologien und Werten befinden, ist dann natürlich völlig bedeutungslos. In diesem Kontext ist es auch China relativ egal, wer vordergründig die scheinbare Macht in der Ukraine erringt.

Der Ukraine Krieg war eigentlich nicht der Beginn dieser Entwicklung, denn deren Anfang liegt bereits viele Jahre zurück. Dieser Krieg und die Corona Pandemie haben jedoch vielen Menschen (vor allem auch Politikern) nun zum erstenmal deutlich, fast schockartig aufzeigt, dass sich die Regularien und Systeme der Welt mittlerweile in ganz anderen Bahnen bewegen. Viele wollten nicht wahrhaben, wie sehr ihre eigenen Volkswirtschaften bereits beeinflusst, und dabei mit den fremden Strukturen verwoben sind. Und das ganz andere fremde Einflüsse, auch das Leben von ganz normalen Menschen inzwischen sehr deutlich mitbestimmen.

Nichts wird wohl so bleiben wie es war. Und die Geschwindigkeit der Veränderung nimmt dabei immer mehr zu. So taumelt auch die alte Welt- und Friedensordnung der Nachkriegszeit zwar langsam, aber für die Aufgeweckten bereits deutlich spürbar, ihrem Ende entgegen. Dies macht vielen Angst.

Wir sollten jedoch nicht zaghaft stehenbleiben und ängstlich nach vorne blicken, sondern mutig voranschreiten. Jede Veränderung birgt auch Chancen, die wir konsequent ergreifen sollten. Besonders auch bei den Finanzen und der Geldanlage heisst es endlich über den Tellerrand hinausschauen und die Möglichkeiten zu nutzen, die uns die heutige globalisierte Welt nun bietet.

Informieren Sie sich über die Möglichkeiten eines sicheren ➥Human Invest Auslandskontos.

Human Invest Standard- und Festgeldkonten
Themen Startseite

Diese Seite teilen