Einlagesicherheit bei Banken besteht nicht wirklich. Die große Lüge.

Die wenigsten Bürger in Europa wissen, das es bei Banken keinen „echten“ Schutz ihrer Einlagen mehr gibt. Dieser existiert nur noch auf dem Papier. Es geistert jedoch noch immer der Begriff „Einlageschutz bis 100.000 Euro“ durch den Raum. Viele denken nun, das bis zu dieser Summe ihr Geld auf dem inländischen Konto wirklich absolut sicher sei. Doch das ist falsch. Es ist deshalb an der Zeit sich einmal mit den echten Fakten zu beschäftigen.

Der ominöse angebliche Einlageschutz von 100.000 Euro.

Hierbei ist es sehr wichtig zwischen Aussagen und Tatsachen zu unterscheiden. Wenn ein Gebrauchtwagenhändler ihnen gegenüber die Aussage trifft: „Mit diesem Auto werden noch ihre Enkel fahren“, so ist diese Aussage im selben Moment tatsächlich nicht widerlegbar. Aus ihrer Erfahrung heraus, und wenn sie sich das Auto näher ansehen, haben sie hierzu jedoch vielleicht eine andere Meinung.

Bei ihrer Meinungsbildung ist vielleicht, abgesehen vom Auto selbst, jedoch auch der persönliche Eindruck (Glaubwürdigkeit) des Händlers von Bedeutung. Es gibt deshalb in dieser Sache zwei unterschiedliche Meinungen, die jedoch auf die eigentliche Fakten (wie lange das Auto wirklich hält), erst einmal überhaupt keinen Einfluss haben.

Schauen wir uns deshalb einmal die Aussagen in Bezug auf die Banken (Kontosicherheit) an.

Die Europäische Union (EU / EZB) macht die Aussage:
Die gesetzliche Einlagensicherung ist EU-weit den Ländern und deren Banken vorgeschrieben. Bei allen Banken in der Europäischen Union ist deshalb das Geld bis 100.000 Euro geschützt.

Dies sind keine Gebrauchtwagenhändler, sondern der ausgeschiedene Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, sowie seine Nachfolgerin Christine Lagarde. Sie machen aber nicht minder unglaubwürdige Aussagen.

Die deutsche Finanzindustrie macht die Aussage:
In Deutschland existiert neben der gesetzlichen Einlagensicherung ein System freiwilliger, institutsspezifischer Sicherungseinrichtungen, die von der Kreditwirtschaft selbst gemanagt werden.

Nun kommt, wie bei der obigen Aussage des Autohändlers ihre eigene Meinung hinzu. Hierbei ist die Meinungsbildung natürlich schwieriger, da sie vom internationalen Finanzwesen vielleicht weniger verstehen als von Autos. Jedoch kommt es auch hier auf ihren persönlichen Eindruck an, für wie glaubwürdig sie die EZB, die deutsche Regierung (als Teil der EU), bzw. die Finanzbranche halten.

Wie beim Auto haben jedoch alle Aussagen und Meinungen mit den echten Fakten, „ob dieser 100.000€ Schutz wirklich hält was er verspricht“, erst einmal überhaupt nichts zu tun. Deshalb ein Faktencheck.

Faktencheck

Wir führen diesen anhand Deutschland aus, da hier alle Daten für jeden öffentlich im Internet frei verfügbar, und damit nachprüfbar sind.

Die Deutschen verfügen über ein privates Barvermögen von 6,17 Billionen Euro (Stand Juli 2019). Hiervon entfallen 4,43 Billionen auf die „geschützten“ Einlagen. Dies sind also 4.430 Milliarden Euro.

Faktencheck Teil 1:
Staatliche Einlagesicherung (EU Aussage).

Hier bürgt angeblich ein Staat (z. B. Deutschland) für die Konteneinlagen. Um festzustellen ob er dies tun kann, muss man sich also die jeweiligen Staatsfinanzen (in Deutschland den Bundeshaushalt) genauer ansehen.

Der gesamte Bundeshaushalt (alle Ressorts) beträgt z. B. im Jahr 2019 geschätzte knapp 357 Milliarden Euro. Dieses Geld ist fest verplant, für Bankenrettungen ist nichts vorgesehen. Ob es überhaupt ausreicht, und es auch dieses Jahr wieder eine schwarze Null geben wird, ist dabei höchst fraglich.

Wahrscheinlich muss jedoch die Neuverschuldung erhöht werden. Momentan betragen die aufgelaufenen Schulden der Bundesrepublik Deutschland (Stand: Dezember 2017) jedoch bereits 1.967 Milliarden Euro.

Fassen wir also noch einmal zusammen:

Zu schützende Kontoeinlagen: 4.430 Milliarden

Jahreseinkünfte des Staates:    357 Milliarden
(Bundeshaushalt von Deutschland)

Aufgelaufene Schulden von Deutschland: 1.967 Milliarden

Zunahme der Verschuldung (Neuverschuldung) noch unbekannt. Angestrebt wird jedoch nicht mehr auszugeben wie man einnimmt (sog. Shwarze Null).

Vollständige staatliche Einlagesicherung ist also rein finanziell nicht möglich.

Der deutsche Staat kann also überhaupt keinen vollständigen Kontoschutz gewährleisten. Möglicherweise kann er jedoch durch weitere Verschuldung eine oder mehrere „systemrelevante“ Banken in der Not retten. Schon bei einer mittleren Krise ist er jedoch hilflos, und die Sparer und Anleger verlieren nahezu all ihr Geld.

Hierzu wäre es vor ein paar Jahren fast gekommen. Der systemweite Bankencrash stand quasi vor der Tür. Hätte damals nur ein Bruchteil der Sparer ihr Geld abgehoben, wäre es aus gewesen.

Die „Notlüge“ der Regierung.

So wandte sich damals Bundeskanzlerin Angela Merkel, zusammen mit ihrem damaligen Finanzminister Piere Steinbrück, in höchster Not mit einem improvisierten Statement an die Medien. Sie verbreiteten dabei öffentliche die Lüge, die Spareinlagen wären sicher, und die Bundesregierung würde Sorge tragen, das nicht ein Sparer auch nur einen Euro verliert.

Von nahezu allen Parteien und Politikern, jedoch auch vielen dummen Bürgern, wurde diese Aussage geschluckt. Es gab jedoch eine parlamentarische Anfrage der Grünen und Linkspartei zum Wahrheitsgehalt dieser Aussage. Die Bundesregierung rechtfertigte sich dann, dies wäre auf gar keinen Fall rechtlich verbindlich gemeint gewesen, sondern nur eine politische Aussage. Und bei politischen Aussagen kann man natürlich ungestraft lügen.

Sehen Sie hier im Video die Originalaussage der Kanzlerin und ihres Finanzministers, sowie das Statement der Opposition.

Viele Analysten meinten damals, beide wären hochgradig nervös gewesen, und man hätte ihnen die Lüge im Gesicht angesehen.

Was bedeutet dies nun für die Glaubwürdigkeit, die ja bei allen finanziellen Aussagen stets sehr wichtig ist. Nun, Staat und Regierung besitzen augenscheinlich überhaupt keine Glaubwürdigkeit. Neben dieser Sache offenbart sich dies mittlerweile auch in vielen anderen Dingen. Zum Beispiel bei der Einhaltung von Klimazielen, oder der Einführung der Elektromobilität. Schlimm wird es jedoch, wenn die Bürger direkt belogen werden. Denken wir hier nur an die Energiewende (Energiekosten). Hier wurde lügnerisch behauptet, diese koste nicht mehr als „eine Kugel Eis im Monat“.

„Politische“ Lügen sind erlaubt.

Und so ist es auch mit der Lüge des Einlageschutzes durch den Staat. Wobei dieser auch in anderen Ländern nicht wirklich existiert, da es diesen EU Staaten wirtschaftlich sogar noch schlechter geht. Die gesetzliche „Einlagesicherung der EU“ ist deshalb in Wirklichkeit nur auf dem Papier vorhanden.

Faktencheck Teil 2:
Einlagesicherung (Aussage der deutschen Finanzindustrie).

Das undurchsichtige Spiel der deutschen Banken Sicherungssysteme (EdB, BdB, VöB, EdÖ, Instituts-Sicherungen).

In Deutschland ist die Einlagesicherung so unübersichtlich wie in keinem anderen EU-Land. Ursache ist das komplizierte Bankensystem: Es gibt private Banken wie die Deutsche Bank und die ING-Diba. Hinzu kommen die öffentlichen Banken, zu denen etwa die DKB und die Investitionsbanken der Bundesländer zählen. Dann gibt es noch die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken. Zu letzteren gehören alle Volks- und Raiff­eisenbanken, Sparda-Banken und PSD-Banken. Jede dieser Gruppen hat ein eigenes Einlagensicherungssystem.

Die EdB

Für die meisten Banken ist die „Entschädigungseinrichtung deutscher Banken“ (EdB) zuständig. Sie übernimmt im Auftrag des Bundesfinanzministeriums auch die gesetzliche (EU) Einlagensicherung. Die EdB finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, die als sogenanntes unselbständiges Sondervermögen des Bundes verwaltet werden. Das bedeutet, dass nicht der Bund, sondern die einzelnen Banken untereinander die Einlagen garantieren.

Die EdB gibt weder Auskunft über die Höhe ihrer Mittel noch über den Teil der Spareinlagen, der dadurch tatsächlich abgesichert ist. Nach eigenen Angaben ist die EdB allerdings nicht für eine schwere Krise des gesamten Bankensektors ausgelegt.

Der BdB

Zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung sind viele private Banken noch Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Dadurch sind pro Kunde Guthaben oberhalb der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einer Höhe von maximal 20 Prozent des Eigenkapitals einer Bank abgesichert. Diese Grenze wird allerdings gesetzlich bis 2025 schrittweise auf 8,75 Prozent gesenkt. Dies ist nötig, da viele deutsche Banken nur noch „durch Verzehr ihres Eigenkapitals“ überhaupt überleben können.

Das bedeutet, dass sich die Summe, für die die freiwillige Einlagensicherung tatsächlich garantiert, sich inzwischen stark verringert hat, und niemand sagen kann, wie hoch eine Entschädigung ausfällt. Die Untergrenze beträgt bei kleinen Banken für deren gesamten Kundenstamm derzeit nur noch 1 Million Euro. Darüber hinaus haben Bankkunden im Gegensatz zur gesetzlichen Einlagensicherung EdB keinen rechtlichen Anspruch auf die Entschädigung.

Der VÖB (EdÖ)

Die öffentlichen Banken, die im Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) organisiert sind, unterhalten ihre eigene gesetzliche Einlagensicherung. Zuständig ist die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (EdÖ). Darüber hinaus sind viele öffentliche Banken zusätzlich Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des VÖB. Über die Höhe der beiden Sicherungssysteme macht der Verband jedoch keine Angaben. Er schreibt hier lediglich: „Leistungen des Einlagensicherungsfonds erfolgen auf freiwilliger Basis nach der Leistungsfähigkeit des Fonds, das heißt, im Rahmen des vorhandenen Fondsvermögens“. Das heißt dann im Klartext: Wir können nur soviel bezahlen wie eben da ist. Wie bei den privaten Banken besteht auch beim VÖB-Fonds kein Rechtsanspruch auf Zahlungen in einem Schadensfall.

Instituts-Sicherungen

Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und Genossenschaftsbanken sind nicht Mitglied in den gesetzlichen Entschädigungseinrichtungen. Sie stützen sich stattdessen auf eine sogenannte Instituts-Sicherung. Nach dem Motto „Alle für einen“ springen die Mitglieder ein, falls eine Bank aus dem Verbund in Schwierigkeiten gerät. Auf diese Weise soll ausgeschlossen werden, dass es überhaupt zu einer Insolvenz und damit zu einem Entschädigungsfall kommen kann. Dies funktioniert jedoch nur, wenn es sich um einige wenige Banken handelt. Sind jedoch in einer echten Krise alle betroffen, ist es aus. Banken diesen Typs sind also in unsicheren Zeiten wenig empfehlenswert.

Unser Fazit.

Im Gegensatz zu den Lügen von Staat und EU, wird dies von den meisten deutschen Entschädigungseinrichtungen auch zugegeben.

Es gibt in der gesamten EU keine Garantie dafür, dass die Sicherungssysteme im Entschädigungsfall funktionieren. Selbst das deutsche System ist hierfür in einer Krise nicht ausreichend. Kommt es auch nur zu einer mittleren Systemkrise im Finanzsektor der EU, und diese steht lt. den Human Invest Analysten kurz bevor, dürften die zur Verfügung stehenden Mittel kaum ausreichen, um eine echte deutsche Großbank zu retten.

Die Einlagesicherungen funktionieren lediglich, wenn einzelne mittelständische Banken, oder kleinere Banken-Vereinigungen in wirtschaftliche Not geraten. Dies zeigte sich auch in der letzten Finanzkrise, als alle Banken-Sicherungsfonds nicht ausreichten die Deutsche Bank zu retten.

Hätte damals der deutsche Staat nicht mit Staatsgeldern (durch neue Verschuldung) eingegriffen, wäre diese angeblich „systemrelevante“ Bank in den Konkurs gegangen. Hierbei hätte sie hunderte anderer Banken mit sich gerissen, und niemand davon wäre mehr entschädigt worden. Wer Angst um sein Geld hat, entscheidet sich deshalb heutzutage am besten für Geschäftsbanken, die als „systemrelevant“ gelten. Geraten diese Institute in eine wirtschaftliche Schieflage, so wird der Staat alles tun diese zu retten. Besser ist es jedoch auf EU Banken überhaupt kein Geld mehr anzulegen.

Selbst bei einer kleinen bis mittleren Systemkrise werden die einzelnen EU Staaten heutzutage nicht mehr die Mittel haben, ihre jeweiligen Banken zu schützen (retten). Hierfür ist deren Kreditrahmen schon viel zu weit ausgereizt. Selbst im einigermaßen stabilen Deutschland betragen die Schulden wegen Wiedervereinigung und vorhergegangener Bankenrettung inzwischen das 12 fache (!) der gesamten jährlichen Staatseinnahmen.

Sie werden deshalb sicher nicht mehr den Pleitebanken das Geld in den Rachen werfen, sondern die verbliebenen Mittel für wichtigere Dinge ausgeben (Erhaltung der Infrastruktur, Sicherung der Renten, etc.) Die meisten EU Staaten sind heutzutage eigentlich schon bankrott und überleben nur durch die Finanztricks der EZB.

Lesen Sie hierzu den Beitrag über das perverse EU Finanzsystem.

Der dubiose Banken Einlageschutz kann deshalb schon lange nicht mehr das Kriterium einer Geldanlage sein. Vielmehr sollte man sich auf die wachstumsstärksten Länder der Welt, besonders in Asien konzentrieren. Länder wo das Wirtschaftswachstum mehr als 10 mal so hoch ist wie in Deutschland. Wirtschaftswachstum, und damit wirtschaftlicher Erfolg, ist und bleibt nach wie vor der beste Einlageschutz.

Und hierbei sollte man sich nicht mehr auf Banken, sondern vor allem auf die modernen, staatsunabhängigen Finanzdienstleister konzentrieren. Diese sind wirtschaftlich kerngesund, und bieten neben weit besseren Renditen auch ein funktionierendes Bankgeheimnis und Persönlichkeitsschutz.

Es ist deshalb kein Zufall, das Human Invest seine Kundenzahlen so sehr steigern konnte.

Informieren Sie sich über die Möglichkeiten eines sicheren ➥Human Invest Auslandskontos.

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